Monat: Oktober 2017

Emanuel Bergmann: Der Trick

Am 24. Februar 2016 wurde der Debütroman Der Trick von Emanuel Bergmann erstmals in Deutschland veröffentlicht und es freut mich umso mehr, dass ich ihn heute anlässlich des Erscheinens der Taschenbuchausgabe nochmals vorstellen darf.

Die Geschichte besteht aus zwei Handlungen, die sozusagen parallel verlaufen, obwohl sie zunächst sowohl zeitlich als auch räumlich weit voneinander entfernt sind. Je mehr man liest, desto näher kommen sich die beiden Handlungsstränge, sodass schnell klar wird, dass sie sich höchstwahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt überkreuzen werden. Um euch einen besseren Einblick in die Ausgangssituation zu gewähren, möchte ich kurz näher auf die einzelnen Perspektiven eingehen.Weiterlesen

Dem Bauchgefühl vertrauen

Wenn die Gedanken im Alltagswahnsinn ruhelos durch die Gegend schwirren, breitet sich bei mir meist auch beim Lesen eine gewisse Unruhe aus. Die Tage stecken oftmals voller Eindrücke und Erlebnisse, die einen manchmal mehr und manchmal weniger beschäftigen. In einer vermeidlich ruhigen Minute schlage ich ein Buch auf, lese die ersten Seiten und halte plötzlich mit einem unguten Gefühl inne. Was habe ich eigentlich gelesen? Worum ging es gerade? Also nochmal von vorne. Einen Schritt zurück. Weiterlesen. Und es kommt dennoch unweigerlich der nächste Moment, in dem ich stecken bleibe. Nicht weiterkomme. Quasi nicht warm werde mit dem vorliegenden Text.Weiterlesen

Sarah Elise Bischof: Panthertage

Am 5. Oktober fand der so genannte Tag der Epilepsie statt, an dem sich die Autorin Sarah Elise Bischof gemeinsam mit weiteren Experten als Ansprechpartner für Betroffene, Angehörige und andere Interessierte zur Verfügung stellte. Mir hat diese Information eine Erinnerung ins Gedächtnis zurückgerufen. Und zwar daran, was ich damals beim Lesen ihrer „Panthertage“ empfand. Ein wichtiges Buch, das nicht in Vergessenheit geraten darf und das ich euch daher an dieser Stelle erneut ans Herz legen möchte.Weiterlesen

Für mehr Kreativität im Leben

Am Donnerstag vor einer Woche hatte ich das Glück an einer Veranstaltung teilzunehmen, die mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Im Rahmen meiner Ausbildung zur Buchhändlerin bin ich zurzeit an der Berufsschule in Frankfurt, an der beinahe wöchentlich ein breites Angebot an Abendveranstaltungen geboten wird. Ob Autoren, Verlage, Lektoren oder Illustratoren – es ist alles dabei, was in irgendeiner Form mit der Branche in Verbindung steht.Weiterlesen

Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben

In diesem, im mehrfachen Sinne, gewaltigen Werk von Hanya Yanagihara geht es um so vieles im Leben, das im Grunde nicht in Worte zu fassen ist. Wie vom Verlag angekündigt, verspüre ich das dringende Bedürfnis darüber zu reden und zu schreiben, finde im gleichen Augenblick aber nicht die passenden Worte, um auszudrücken, wovon es handelt oder was es mit mir gemacht hat. Vielleicht schrecke ich sogar etwas davor zurück, mich an den Laptop zu setzen. Starre anfangs auf die weisse Seite. Innerlich noch immer zutiefst betroffen von dem menschlichen Wunsch nach ein wenig Leben.Weiterlesen