Buchtipp Rezensionen

Jenny Lawson: Irre glücklich

Beim Lesen des Klappentextes lassen Schlagwörter wie Depressionen oder Angststörungen zunächst vermuten, dass es sich bei diesem Buch inhaltlich um eine eher ernste Angelegenheit handelt. Das ist jedoch kein bisschen der Fall und dieser Eindruck hält auch nur höchstens wenige Sekunden an. Denn dreht man das Buch wieder rum und schaut sich die Vorderseite an, springt einem sofort ein frecher, ausgeflippter Waschbär ins Auge, der mit seiner überschäumenden Freude und dem breiten Grinsen absolut ansteckend ist und nicht ziemlich neugierig macht!

Schon als Kind merkte Jenny Lawson, dass sie nicht wie all die anderen fröhlichen Kinder ist. Eine erste Vorahnung verwandelte sich später in konkrete psychische Krankheiten, die sie jeden Tag aufs Neue vor große Herausforderungen stellen und die sich auf mehreren Ebenen bemerkbar machen. Die Auswirkungen auf ihr Leben fallen ganz unterschiedlich aus und sind nicht immer im gleichen Ausmaß spürbar. In besonderem Maße bemerkenswert ist aber ihr Umgang damit. Ihre Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber. Die unbändige Kraft, die sie stets begleitet und an der sie festhält.

Wenn einem alles zu viel wird oder man keinen Ausweg weiß und alles hoffnungslos scheint. Wenn man mit bestimmten Problemen oder alltäglichen Unwägbarkeiten zu kämpfen hat. Wenn man sich mit schwierigen Lebenssituationen konfrontiert sieht. Genau dann (aber ansonsten auch ganz, ganz dringend) sollte man dieses Buch lesen, mit dem Jenny Lawson zeigt, dass auf weniger schöne Tage mit Sicherheit auch wieder großartige Tage folgen. Mit Irre glücklich hat sie eine wichtige und vor allem ungemein starke, positiv schräge Kampfansage geliefert, die mich mehr als einmal zum Lachen brachte und glücklich macht!

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