Monate: Januar 2018

4 Gründe, wieso du dir „Dunkelgrün fast schwarz“ in deiner Lieblingsbuchhandlung vormerken solltest

Manche Bücher haben einen festen Erscheinungstermin, der vom Verlag rechtzeitig bekanntgegeben wird und der zwingend einzuhalten ist. Das gilt nicht nur für den Verkauf, sondern auch für Buchbesprechungen, die erst ab dem besagten Tag veröffentlicht werden dürfen. Nun ist es aber so, dass ich die große Ehre und das noch größere Glück hatte, ein bestimmtes Buch vorab zu lesen. Hinzukommt, dass ich mich auf der Stelle in eben dieses Buch verliebt habe, aber natürlich nicht mehr verraten darf. Es erscheint nämlich erst im März und ist damit Teil des Frühjahrsprogramms der Frankfurter Verlagsanstalt. Aus diesem Grund erwartet dich hier auch noch keine ausführliche Rezension. Die folgt noch zum richtigen Zeitpunkt, in wenigen Wochen.

Anne-Laure Bondoux, Jean-Claude Mourlevat: Lügen Sie, ich werde Ihnen glauben

Was passiert, wenn ein auffallend großer Briefumschlag der Auslöser für eine unheimlich sympathische E-Mail Korrespondenz ist? Und das auch noch zwischen zwei Menschen, die sich bis dato überhaupt nicht kennen und sich demnach eigentlich vollkommen fremd sind. Nun kommt einem eventuell der Gedanke, dass sich daraus wahrscheinlich eine kitschige Liebesgeschichte entwickeln könnte. Wie es eben oft der Fall ist in solchen Büchern. Auf der Rückseite des Schutzumschlages ist sogar von einer Liebesgeschichte der besonderen Art die Rede. Nach dem Lesen bin ich mir aber besonders über eines im Klaren: Das französische Autorenduo scheint von Kitsch nicht viel zu halten!

Bücher auf der Suche nach einem liebevollen Zuhause

Gerade zur Weihnachtszeit wurde mir erneut bewusst, dass man eigentlich von allem zu viel hat. Zu viele Dinge, die in den Ecken einstauben und in Schubladen versauern. Gegenstände, die die meiste Zeit keine Verwendung finden, die unnötig Platz wegnehmen. Für mich fühlt sich das immer stärker wie Ballast an, von dem ich mich gerne von Zeit zu Zeit befreien möchte. Viele werden jetzt laut aufschreien, wenn dieser Satz im Zusammenhang mit Büchern fällt. Ich bin inzwischen aber tatsächlich überzeugt, dass man auch zu viele Bücher besitzen kann. Nämlich dann, wenn gefühlt 95 % der Bücher im Regal ungelesen sind. Und die Mehrheit davon schon seit Monaten oder Jahren in dieser Position verharrt. 

Trevor Noah: Farbenblind

Stell dir vor, du kommst als Verbrechen auf die Welt. Deine Eltern könnten für mehrere Jahre ins Gefängnis wandern. Und das nur, weil sie Gefühle füreinander haben und du daraus entstanden bist. Von diesem Tag an wächst du in einem Land auf, das von den strikten Regeln der Rassentrennung erschüttert und geprägt ist. Eine Vorstellung, die aus heutiger Sicht beinahe unmöglich erscheint und dennoch gar nicht so fern ist. Trevor Noah wurde 1984 in Südafrika als Sohn einer Einheimischen und eines Europäers geboren und erzählt in seiner Biografie wie er die Auswirkungen der Apartheid am eigenen Leib zu spüren bekam und trotz allem seinen Weg fand.