Monate: Februar 2018

Bernhard Schlink: Olga

Bernhard Schlink und ich, das ist so eine Sache. Natürlich ist mir sein Name schon sehr lange ein Begriff. Große Bekanntheit erlangte er bereits vor vielen Jahren als Der Vorleser veröffentlicht wurde und diese allein schon aufgrund des Altersunterschieds der Protagonisten außergewöhnliche Liebesgeschichte Wellen schlug. Bei uns zählte es damals nicht zur Schullektüre und so ist es die ganze Zeit an mir vorbeigezogen. Vor wenigen Wochen habe ich es nun gelesen und bald darauf folgte Olga, wodurch ich selbst literarisch also erst dieses Jahr mit den Werken von Schlink in Berührung kam.

Über Bücher reden

Bücher geben sich manchmal nicht damit zufrieden, einfach nur gelesen zu werden. In ausgewählten Fällen ist es so, dass sie förmlich danach verlangen, dass ausgiebiger über sie gesprochen wird. Es sind die Geschichten, die eine besondere Faszination auf mich als Leser ausüben, die mich beschäftigen und auch Tage, Wochen oder Monate nach dem Lesen noch in meinem Kopf festhängen. Sie begleiten mich durch den Alltag. Das kann auf sehr intensive oder eher leise Art und Weise geschehen. Wenn du wie ich seit der frühesten Kindheit Büchern verfallen bist, wirst du höchstwahrscheinlich verstehen wovon ich rede. Gerade dann, wenn du mit Geschichten vertraut bist, die dich nicht nur unterhalten, sondern die viel mehr von dir einfordern.

Franziska Seyboldt: Rattatatam, mein Herz

Ansgt hat viele Gesichter und ist gerade dadurch unberechenbar. Sie schleicht sich an und kriecht dir allmählich unter die Haut. Manchmal überfällt sie dich aus heiterem Himmel und schlägt dich radikal nieder. Sie sorgt für Herzklopfen, das kontinuierlich an Tempo zunimmt. Sie beschert dir schwitzige, kalte Hände oder eine zittrige Stimme. Sie ist aber auch zu weitaus schlimmeren Auswirkungen fähig. Möglicherweise verfolgt die Angst hin und wieder das gleiche Schema. Sie kann aber auch von Mensch zu Mensch oder von Situation zu Situation variieren. Welche Gestalt sie annimmt, merkt man meist erst dann, wenn sie bereits da ist.

Januarlektüre 2018

Eigentlich war doch vor wenigen Tagen erst noch Silvester. Ich sehe mich noch im Kreise meiner Familie stehen und mit ihnen auf das neue Jahr anstoßen. Und doch ist diesen Monat so viel passiert, dass es mich gar nicht wundert, wie schnell die Zeit verflogen ist. Zwischen all den Ereignissen und Veränderungen, die bei mir im Januar anstanden, habe ich es geschafft, insgesamt sechs (ok, sie sind fast alle relativ schmal) Bücher zu lesen und diese vor allem auch zu beenden. Zwei weitere Bücher habe ich ein ganzes Stückchen angefangen. Welche das sind und die Frage, ob ich sie überhaupt weiterlesen sollte oder möchte, werde ich bald in einem gesonderten Beitrag thematisieren.