Bücher auf der Suche nach einem liebevollen Zuhause

Gerade zur Weihnachtszeit wurde mir erneut bewusst, dass man eigentlich von allem zu viel hat. Zu viele Dinge, die in den Ecken einstauben und in Schubladen versauern. Gegenstände, die die meiste Zeit keine Verwendung finden, die unnötig Platz wegnehmen. Für mich fühlt sich das immer stärker wie Ballast an, von dem ich mich gerne von Zeit zu Zeit befreien möchte. Viele werden jetzt laut aufschreien, wenn dieser Satz im Zusammenhang mit Büchern fällt. Ich bin inzwischen aber tatsächlich überzeugt, dass man auch zu viele Bücher besitzen kann. Nämlich dann, wenn gefühlt 95 % der Bücher im Regal ungelesen sind. Und die Mehrheit davon schon seit Monaten oder Jahren in dieser Position verharrt. 

Genau diese Gedankenkette habe ich mir an den Feiertagen zum Anlass genommen, um alle Regale kurzerhand auszuräumen. Zumindest den ersten Schritt zu machen, war mir wichtig. Ich habe jedes Buch in die Hand genommen und mir die Frage gestellt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ich es in nächster Zeit noch lese. Interessiert mich die Geschichte überhaupt noch? Schnell hat sich ein Stapel mit Büchern gebildet, die mir nicht fehlen werden. Daneben entstand ein weiterer Stapel mit Büchern, bei denen ich mir entweder sehr sicher bin, dass ich sie noch lesen will oder die ich bereits gelesen und tief ins Herz geschlossen habe. Bei Lieblingsbüchern ist das sowieso Ehrensache. An anderen Büchern hänge ich, weil ich sie von bestimmten Menschen geschenkt bekommen habe oder weil ich andere Erinnerungen damit verbinde.

Lange Rede, kurzer Sinn. Einige Bücher habe ich in den letzten Tagen in drei öffentliche Bücherschränke gebracht. Bei der einen Gelegenheit wurde ich sogar in ein kurzes, aber sehr nettes Gespräch mit einer Frau verwickelt. Ich habe Krimis reingestellt und sie war gerade zufällig auf der Suche nach neuen Krimis. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort, würde ich sagen. Und  diese Situation hat mir wieder bewiesen, dass Lesen verbindet und man sich auf diese Weise mit Büchern gegenseitig eine schöne Freude macht.

Jetzt kommt ihr ins Spiel. Neben den Bücherschränken möchte ich an dieser Stelle auch euch gerne eine Freude machen. Im Folgenden liste ich die Bücher auf, die ich ab sofort verschenken möchte. Bevor sie bei mir nur weiter herumstehen, sollen sie lieber von euch gelesen werden.

  • The hate u give von Angie Thomas
  • Diese gottverdammten Träume von Richard Russo 
  • The Girls von Emma Cline
  • Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid von Fredrik Backman
  • Raum von Emma Donoghue
  • Elias & Laia von Sabaa Tahir
  • Wie Monde so silbern von Marissa Meyer
  • Ein sterbender Mann von Martin Walser
  • Das Rauschen in unseren Köpfen von Svenja Gräfen
  • Der Fliegenfänger von Willy Russell
  • Glück ist eine Gleichung mit 7 von Holly Goldberg Sloan
  • Wir sind die Könige von Colorado von David E. Hilton
  • Das hier ist kein Tagebuch von Erna Sassen
  • This is not a love song von Jean-Philippe Blondel
  • Into the water von Paula Hawkins
  • Ich. bin. so. glücklich. von Jessica Knoll
  • Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin
  • Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
  • Einen Scheiß muss ich von Tommy Jaud
  • Das ganze Leben da draussen von Nina Sahm
  • Morgen ist es vorbei von Kathrin Wessling
  • Böse Absichten von Keigo Higashino
  • Counting by 7s von Holly Goldberg Sloan
  • Watch me von James Carol
  • Die dunkle Seite des Mondes von Martin Suter
  • Wüstenblume von Waris Dirie
  • Die Frau des Piloten von Anita Shreve
  • Eine Billion Dollar von Andreas Eschbach
  • Die Wahrheit meines Vaters von Jodi Picoult
  • Bis ans Ende aller Tage von Jodi Picoult
  • Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion

All diese Bücher sind gegen Porto und einen kleinen Betrag für die Versandtasche abzugeben (per Überweisung oder Paypal). Wenn ihr Interesse habt, schreibt mir gerne eine E-Mail oder auf Instagram/Twitter. Selbstverständlich gebe ich euch auch jederzeit Auskunft zum Zustand der Bücher.

Da es an dieser Stelle perfekt passt, möchte ich euch noch den neuesten Beitrag auf dem Blog Stillerlesen. empfehlen. Laura hat 6 Tipps zum Ausmisten des Bücherregals festgehalten. Während ich ihren Text gelesen habe, konnte ich nur zustimmend nicken. Sie nennt Punkte, die ich noch mehr verinnerlichen möchte. Allein die Frage „Bereitet mir dieses Buch noch Freude und wenn ja, wieso?“ empfinde ich als sehr hilfreich. Der abschließende Absatz „Aus den Augen, aus dem Sinn“ untermauert all das zusätzlich und bestärkt mich darin, mich öfters von Dingen zu trennen. Ein zweiter Beitrag mit weiteren aussortierten Büchern wird also bestimmt bald folgen.

Sortiert ihr regelmäßig eure Schränke und Regale aus?

2 Kommentare

  1. Liebe Juliana, was für ein schöner Artikel! Ich freue mich, dass mein Beitrag dir gefallen hat und dass du so viel Freude mit deinen verschenkten Büchern machen konntest. ❤️❤️

    • Liebe Laura, die gleichen Worte kann ich dir nur nochmal zurückgeben! Mir fällt es schon längere Zeit gar nicht mehr so schwer, mich von Dingen zu trennen. Aber dein Beitrag hat mich nochmal darin bestärkt. Und vielleicht hat er mir sogar den nötigen Anstoß gegeben, dass ich noch einen zweiten Blick ins Regal werfe und eine zweite Runde aussortiere.

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