Alle Artikel in: Buchtipp

Buchtipps: Mudbound – Wir hier draussen – Das Glück ist ein Vogerl

Hillary Jordan: Mudbound – Die Tränen von Mississippi Im Jahr 1946 ist das Leben in Mississippi nicht nur aufgrund des Krieges hart und erbarmungslos. Auf der Farm und dem restlichen Gelände, das Laura und ihr Mann verpachten, ist man stets von braunem, nassen Schlamm umgeben. In jeder Ritze, jeder Ecke sitzt er. Seine Kälte kriecht dir unter die Haut. Er klebt an deiner Kleidung und arbeitet sich vor bis in die Falten in deinem Gesicht. Wenn es regnet, ist er besonders hartnäckig.

Emanuel Bergmann: Der Trick

Am 24. Februar 2016 wurde der Debütroman Der Trick von Emanuel Bergmann erstmals in Deutschland veröffentlicht und es freut mich umso mehr, dass ich ihn heute anlässlich des Erscheinens der Taschenbuchausgabe nochmals vorstellen darf. Die Geschichte besteht aus zwei Handlungen, die sozusagen parallel verlaufen, obwohl sie zunächst sowohl zeitlich als auch räumlich weit voneinander entfernt sind. Je mehr man liest, desto näher kommen sich die beiden Handlungsstränge, sodass schnell klar wird, dass sie sich höchstwahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt überkreuzen werden. Um euch einen besseren Einblick in die Ausgangssituation zu gewähren, möchte ich kurz näher auf die einzelnen Perspektiven eingehen.

Sarah Elise Bischof: Panthertage

Am 5. Oktober fand der so genannte Tag der Epilepsie statt, an dem sich die Autorin Sarah Elise Bischof gemeinsam mit weiteren Experten als Ansprechpartner für Betroffene, Angehörige und andere Interessierte zur Verfügung stellte. Mir hat diese Information eine Erinnerung ins Gedächtnis zurückgerufen. Und zwar daran, was ich damals beim Lesen ihrer „Panthertage“ empfand. Ein wichtiges Buch, das nicht in Vergessenheit geraten darf und das ich euch daher an dieser Stelle erneut ans Herz legen möchte.

Für mehr Kreativität im Leben

Am Donnerstag vor einer Woche hatte ich das Glück an einer Veranstaltung teilzunehmen, die mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Im Rahmen meiner Ausbildung zur Buchhändlerin bin ich zurzeit an der Berufsschule in Frankfurt, an der beinahe wöchentlich ein breites Angebot an Abendveranstaltungen geboten wird. Ob Autoren, Verlage, Lektoren oder Illustratoren – es ist alles dabei, was in irgendeiner Form mit der Branche in Verbindung steht.

Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben

In diesem, im mehrfachen Sinne, gewaltigen Werk von Hanya Yanagihara geht es um so vieles im Leben, das im Grunde nicht in Worte zu fassen ist. Wie vom Verlag angekündigt, verspüre ich das dringende Bedürfnis darüber zu reden und zu schreiben, finde im gleichen Augenblick aber nicht die passenden Worte, um auszudrücken, wovon es handelt oder was es mit mir gemacht hat. Vielleicht schrecke ich sogar etwas davor zurück, mich an den Laptop zu setzen. Starre anfangs auf die weisse Seite. Innerlich noch immer zutiefst betroffen von dem menschlichen Wunsch nach ein wenig Leben.

Jason Starr: Phantasien

Wenn man durch die Straßen läuft, fragt man sich hin und wieder wie es wohl hinter den verschlossenen Türen aussieht. Manche Häuser strahlen eine heile Welt aus. Aber was für ein Leben leben die Menschen, die in der eigenen Nachbarschaft oder im selben Ort wohnen wirklich? Schließlich liest man in den Nachrichten oft genug von den schrecklichsten Taten und hinterher will davon niemand auch nur etwas geahnt haben. Obwohl sich in unmittelbarer Nähe dramatische Familientragödien ereignen, die alles ins Chaos stürzen.