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5 Bücher, die ich gerne lesen möchte

Nach einer vorübergehenden Durststrecke kommt bei mir mit den ersten Sonnenstrahlen gerade auch wieder die Lust am Lesen zurück. Im letzten Beitrag habe ich bereits angedeutet, dass ich zurzeit mit einigen Büchern nicht so recht warm werde. Diese Phase scheint nun glücklicherweise langsam, aber sicher ein Ende zu finden. Meine derzeitige Lektüre Die Gierigen von Karine Tuil trägt ganz gut dazu bei. Es besteht scheinbar ausschließlich aus grenzenloser Hoffnungslosigkeit und ist durchzogen von Verbitterung, Aggression und Abhängigkeiten. Trotz dieser Negativität entwickelt es eine ungemeine Sogkraft, der ich mich momentan nicht entziehen kann. Abgesehen davon werfe ich außerdem schon einen Blick voraus und zwar auf die Bücher, die ich in nächster Zeit gerne lesen möchte.

Es sind die stillen Momente, die zählen.

Es gibt Zeiten, da springe ich unruhig von Buch zu Buch ohne eins zu beenden. Ich lese ungefähr die ersten 50 Seiten und lasse mich von einer anderen Geschichte ablenken, bei der ich aber ebenfalls nicht stecken bleibe. Die Augen folgen den Zeilen, der Kopf nimmt aber nichts von dem Gelesenen auf. In den meisten Fällen ist diese Unruhe auf irgendwelche äußeren Umstände zurückzuführen. Letzte Woche hat mich ein überraschender Eingriff beim Zahnarzt aus dem Konzept gebracht. Dass mir ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt dieses kleine, stille Buch in die Hände fiel, kann ich nur als Wink des Schicksals verstehen.

Über Bücher reden

Bücher geben sich manchmal nicht damit zufrieden, einfach nur gelesen zu werden. In ausgewählten Fällen ist es so, dass sie förmlich danach verlangen, dass ausgiebiger über sie gesprochen wird. Es sind die Geschichten, die eine besondere Faszination auf mich als Leser ausüben, die mich beschäftigen und auch Tage, Wochen oder Monate nach dem Lesen noch in meinem Kopf festhängen. Sie begleiten mich durch den Alltag. Das kann auf sehr intensive oder eher leise Art und Weise geschehen. Wenn du wie ich seit der frühesten Kindheit Büchern verfallen bist, wirst du höchstwahrscheinlich verstehen wovon ich rede. Gerade dann, wenn du mit Geschichten vertraut bist, die dich nicht nur unterhalten, sondern die viel mehr von dir einfordern.

Vom Bücherflohmarkt zur Golden Backlist

Letztes Wochenende fand ich auf meinem Schreibtisch einen kleinen, unscheinbaren Zeitungsartikel. Er kündigte einen großen Bücherflohmarkt im Nachbarort an und mein Vater hatte ihn mir hingelegt. Er kennt mich eben ausgesprochen gut. Sowohl ihm als auch mir war wohl umgehend klar, dass ich dort hin muss. Genau wie ich nie an Buchhandlungen und Bibliotheken vorbeikomme, muss ich bei Bücherflohmärkten mindestens einen kurzen Halt einlegen. Zumal es von dieser Sorte nicht allzu viele im näheren Umfeld gibt. Eine solch seltene Gelegenheit lasse ich mir daher nicht so schnell entgehen, dachte ich mir.

Dem Bauchgefühl vertrauen

Wenn die Gedanken im Alltagswahnsinn ruhelos durch die Gegend schwirren, breitet sich bei mir meist auch beim Lesen eine gewisse Unruhe aus. Die Tage stecken oftmals voller Eindrücke und Erlebnisse, die einen manchmal mehr und manchmal weniger beschäftigen. In einer vermeidlich ruhigen Minute schlage ich ein Buch auf, lese die ersten Seiten und halte plötzlich mit einem unguten Gefühl inne. Was habe ich eigentlich gelesen? Worum ging es gerade? Also nochmal von vorne. Einen Schritt zurück. Weiterlesen. Und es kommt dennoch unweigerlich der nächste Moment, in dem ich stecken bleibe. Nicht weiterkomme. Quasi nicht warm werde mit dem vorliegenden Text.