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Über Bücher reden

Bücher geben sich manchmal nicht damit zufrieden, einfach nur gelesen zu werden. In ausgewählten Fällen ist es so, dass sie förmlich danach verlangen, dass ausgiebiger über sie gesprochen wird. Es sind die Geschichten, die eine besondere Faszination auf mich als Leser ausüben, die mich beschäftigen und auch Tage, Wochen oder Monate nach dem Lesen noch in meinem Kopf festhängen. Sie begleiten mich durch den Alltag. Das kann auf sehr intensive oder eher leise Art und Weise geschehen. Wenn du wie ich seit der frühesten Kindheit Büchern verfallen bist, wirst du höchstwahrscheinlich verstehen wovon ich rede. Gerade dann, wenn du mit Geschichten vertraut bist, die dich nicht nur unterhalten, sondern die viel mehr von dir einfordern. Weiterlesen

Franziska Seyboldt: Rattatatam, mein Herz

Ansgt hat viele Gesichter und ist gerade dadurch unberechenbar. Sie schleicht sich an und kriecht dir allmählich unter die Haut. Manchmal überfällt sie dich aus heiterem Himmel und schlägt dich radikal nieder. Sie sorgt für Herzklopfen, das kontinuierlich an Tempo zunimmt. Sie beschert dir schwitzige, kalte Hände oder eine zittrige Stimme. Sie ist aber auch zu weitaus schlimmeren Auswirkungen fähig. Möglicherweise verfolgt die Angst hin und wieder das gleiche Schema. Sie kann aber auch von Mensch zu Mensch oder von Situation zu Situation variieren. Welche Gestalt sie annimmt, merkt man meist erst dann, wenn sie bereits da ist. Weiterlesen

Januarlektüre 2018

Eigentlich war doch vor wenigen Tagen erst noch Silvester. Ich sehe mich noch im Kreise meiner Familie stehen und mit ihnen auf das neue Jahr anstoßen. Und doch ist diesen Monat so viel passiert, dass es mich gar nicht wundert, wie schnell die Zeit verflogen ist. Zwischen all den Ereignissen und Veränderungen, die bei mir im Januar anstanden, habe ich es geschafft, insgesamt sechs (ok, sie sind fast alle relativ schmal) Bücher zu lesen und diese vor allem auch zu beenden. Zwei weitere Bücher habe ich ein ganzes Stückchen angefangen. Welche das sind und die Frage, ob ich sie überhaupt weiterlesen sollte oder möchte, werde ich bald in einem gesonderten Beitrag thematisieren. Weiterlesen

4 Gründe, wieso du dir „Dunkelgrün fast schwarz“ in deiner Lieblingsbuchhandlung vormerken solltest

Manche Bücher haben einen festen Erscheinungstermin, der vom Verlag rechtzeitig bekanntgegeben wird und der zwingend einzuhalten ist. Das gilt nicht nur für den Verkauf, sondern auch für Buchbesprechungen, die erst ab dem besagten Tag veröffentlicht werden dürfen. Nun ist es aber so, dass ich die große Ehre und das noch größere Glück hatte, ein bestimmtes Buch vorab zu lesen. Hinzukommt, dass ich mich auf der Stelle in eben dieses Buch verliebt habe, aber natürlich nicht mehr verraten darf. Es erscheint nämlich erst im März und ist damit Teil des Frühjahrsprogramms der Frankfurter Verlagsanstalt. Aus diesem Grund erwartet dich hier auch noch keine ausführliche Rezension. Die folgt noch zum richtigen Zeitpunkt, in wenigen Wochen. Weiterlesen

Anne-Laure Bondoux, Jean-Claude Mourlevat: Lügen Sie, ich werde Ihnen glauben

Was passiert, wenn ein auffallend großer Briefumschlag der Auslöser für eine unheimlich sympathische E-Mail Korrespondenz ist? Und das auch noch zwischen zwei Menschen, die sich bis dato überhaupt nicht kennen und sich demnach eigentlich vollkommen fremd sind. Nun kommt einem eventuell der Gedanke, dass sich daraus wahrscheinlich eine kitschige Liebesgeschichte entwickeln könnte. Wie es eben oft der Fall ist in solchen Büchern. Auf der Rückseite des Schutzumschlages ist sogar von einer Liebesgeschichte der besonderen Art die Rede. Nach dem Lesen bin ich mir aber besonders über eines im Klaren: Das französische Autorenduo scheint von Kitsch nicht viel zu halten! Weiterlesen

Bücher auf der Suche nach einem liebevollen Zuhause

Gerade zur Weihnachtszeit wurde mir erneut bewusst, dass man eigentlich von allem zu viel hat. Zu viele Dinge, die in den Ecken einstauben und in Schubladen versauern. Gegenstände, die die meiste Zeit keine Verwendung finden, die unnötig Platz wegnehmen. Für mich fühlt sich das immer stärker wie Ballast an, von dem ich mich gerne von Zeit zu Zeit befreien möchte. Viele werden jetzt laut aufschreien, wenn dieser Satz im Zusammenhang mit Büchern fällt. Ich bin inzwischen aber tatsächlich überzeugt, dass man auch zu viele Bücher besitzen kann. Nämlich dann, wenn gefühlt 95 % der Bücher im Regal ungelesen sind. Und die Mehrheit davon schon seit Monaten oder Jahren in dieser Position verharrt.  Weiterlesen